Notdienst Berlin e.V.

Elterntraining

Verfasst am 23.01.2014

Elterntraining

Im Oktober 2011 startete das Elterntraining in der Jugend- und Suchtberatung LogIn. Im Februar 2014 wird nun der 14. Kurs beginnen. Bisher haben insgesamt 117 Eltern an den Trainings teilgenommen - an jeweils 10 Terminen gab es  Wissenswertes zu Themen wie Konsumentwicklung sowie Wirkungsweisen von Drogen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Elternrolle.

Alle Kurse werden durch die Polizeipräventionsbeauftragte des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt, die in jeweils einem Kurstreffen aus ihrer beruflichen Praxis berichtet.  

Alle Kurse zeigten deutlich, welche weitreichenden Folgen es für die ganze Familie hat, wenn der Drogen- oder Alkoholkonsum des Kindes in der Familie auffällig wird oder die Kinder intoxikiert aufgegriffen worden sind. Die Eltern sind in Sorge, Vertrauen ist verloren gegangen und Grenzen müssen neu ausgehandelt und abgesteckt werden. Dabei entstehen Unsicherheiten bei den Eltern und es stellen sich viele Fragen: Ist mein Verhalten angemessen? Welche Auswirkung  hat mein Verhalten und das Setzen von Konsequenzen für die Beziehung zum Kind?

An dieser Stelle setzt das Elterntraining an. Durch die Informationen zum Thema Drogen und Erziehung bietet sich für die Eltern die Möglichkeit das eigene Verhalten zu hinterfragen und anzupassen. Ein zweiter Schwerpunkt des Elterntrainings liegt im Bereich Kommunikation. Hier kann in praktischen Übungen der Umgang mit den Jugendlichen geprobt werden. Der Charme des Elterntrainings liegt aber noch in einem dritten Aspekt: dem Austausch der Eltern untereinander. Hier sitzen Eltern mit ähnlichen Problemen und Erfahrungen. Eltern, die oftmals schon vieles ausprobiert haben, manches, was funktioniert hat, manches was daneben ging. So können sich die Teilnehmer gegenseitig Rückmeldungen  geben und sich unterstützen.

Diese drei Schwerpunkte spiegeln sich auch im Feedback wider, welches wir nach jedem Kursdurchlauf bei den Teilnehmern erheben. Die überwiegende Mehrzahl der  Eltern bewertet die im Kurs erhaltenen Informationen als hilfreich. Die Kommunikation und die Beziehung mit dem Kind werden als verbessert erlebt. Der Austausch in den Kursen wird als persönliche Bereicherung empfunden. Alle Eltern geben an, Elemente des Kurses zu Hause ausprobiert zu haben und fast alle schätzen sich selbst als sicherer im Umgang mit ihrem Kind ein. Als einen besonders guten Indikator für den Erfolg des Angebots sehen wir die Konstanz und Zuverlässigkeit an, mit der die Eltern am Kurs teilnehmen, obwohl sie oft mit Familie und Beruf sehr stark eingebunden sind.

Die Zusammensetzung der Kursteilnehmer ist sehr vielfältig. Die Eltern kommen z.B. aus fast allen Berliner Bezirken, einige sogar aus angrenzenden Brandenburger Gemeinden. Die Mehrheit der Teilnehmer wohnt allerdings im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Es sind alle gesellschaftlichen Schichten von dem Problem betroffen. Das spiegelt sich auch bei den Teilnehmern wider. Von den teilnehmenden Eltern haben 25% einen Migrationshintergrund.

Die Nachfrage nach dem Elterntraining ist so groß, dass in der Regel zwei Kurse parallel stattfinden, um den Eltern eine zeitnahe Teilnahme zu ermöglichen. Leider ist die Finanzierung des Elterntrainings ab Mitte 2014 nicht gesichert, da zu diesem Zeitpunkt die Förderung durch das Deutsche Hilfswerk ausläuft.

Bei dem Wunsch nach weiteren Informationen wenden Sie sich bitte an die Jugend- und Suchtberatungsstelle LogIn des Notdienst Berlin e.V..

 

 

Zurück zur Übersicht