Notdienst Berlin e.V.

Berliner Tagung: Gesundheit und Haft

Verfasst am 03.04.2012

Berliner Tagung: Gesundheit und Haft

Was ist der aktuelle Stand der gesundheitlichen Versorgung von (Opiat-) Abhängigen in den Justizvollzugsanstalten und nach ihrer Haftentlassung? Welche Gestaltungsspielräume gibt es, insbesondere auch an der Schnittstelle zwischen „Drinnen“ und „Draußen“?

Das waren die zentralen Themen einer von über 200 Menschen besuchten Tagung  am 19. März 2012. Schon beim Vormittagsplenum trafen die verschiedensten Perspektiven aufeinander: Justiz- und Gesundheitsverwaltung, Drogen- und Aidshilfe, Medizin und Sozialarbeit, Strafvollzug und Inhaftierte sowie Referenten aus Österreich und der Schweiz mit ihrem „fremden Blick“ auf die deutschen Verhältnisse.

Der Workshop zu Substitution und psychosozialer Betreuung stieß auf das größte Interesse. Die Teilnehmer erfuhren viel Neues über die in den letzten Jahren deutlich verbesserten Möglichkeiten, während der Haft eine Substitution oder andere Behandlungen fortzusetzen oder auch zu beginnen. Wohl am wenigsten bekannt war bislang außerhalb der Gefängnismauern die im Zusammenhang mit der Substitution verbindliche psychosoziale Betreuung. Ein intensiver Austausch über konkrete Chancen für die Verbesserung der Kommunikation und des „Schnittstellenmanagements“ wurde begonnen. Er wird -  unter deutlich günstigeren Voraussetzungen - fortgesetzt werden können: Nun kennt man sich ja persönlich. Erste Verabredungen sind bereits getroffen.

Foto: v.l.n.r.: Dr. Bernd Westermann, Notdienst Berlin e.V.; Sabine Hirschfeld, JVA Tegel;
Bärbel Knorr, Aidshilfe

 

 

Zurück zur Übersicht