Notdienst Berlin e.V.

Auf neuen Wegen - Arbeitsprojekt „die werkstatt“ mit noch mehr Angeboten

Verfasst am 21.03.2012

Auf neuen Wegen - Arbeitsprojekt „die werkstatt“ mit noch mehr Angeboten

Das Arbeitsprojekt „die werkstatt“ gehört ja schon lange zu der breiten Palette von Angeboten des Notdienst Berlin e.V.. Hier können unsere Klienten wieder lernen am Leben „teilzuhaben“ oder Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Hier wird gekocht, gewaschen, geschliffen und gebaut und überall sieht man unsere Klienten eifrig herumwirbeln. Seit Ende Juli 2011 ist unsere „ausgelagerte“ Holzwerkstatt wieder in die Fasanenstraße zurückgezogen und hat sich nun auf 120 lichtdurchfluteten Quadratmetern mit 15 Teilnehmern eingerichtet. Geflickt wird nicht nur kaputtes Spielzeug aus Kitas, sondern auch hier und da ein Regal für unsere Einrichtungen gebaut und Möbel für unsere Klienten im Betreuten Wohnen repariert. Gerade entsteht in der ehemaligen Lehrküche ein Umkleideraum mit 42 Spinden aus Holz - eigenständig angefertigt von den Teilnehmern.

Die Küchen-Mannschaft  ist inzwischen stolze Besitzerin eines Konvectomaten: Ein Dampfkochgarer, in dem energiesparend für die Gäste der Krisenwohnung und die MAE-Teilnehmer leckeres Essen gekocht wird. In der Hauswirtschaft bessern Näherinnen Wäsche aus, bringen Knöpfe an und  nähen fehlende Vorhänge.

Unser Umfeldservice hat immer noch, neben der Fasanenstraße, den zweiten Standort in der Nollendorfstraße, von dem zweimal in der Woche losgezogen wird, um das dortige Straßenbild zu verschönern. Hierbei werden Plätze gesäubert bzw. „der Abfall zur Entsorgung vorbereitet“, wie es in unserem Konzept so treffend heißt. Innovativ und wohl auch ziemlich einmalig beteiligen wir uns derzeit auf dem Campus der TU - mit einem Insektenhotel und bald auch mit einem - von uns gezimmerten - Bienenstand und einem - natürlich - dazugehörigen Bienenvolk. Unser Beitrag zur Verbesserung der Stadtökologie.

Mit unserer Vielseitigkeit, finden wir fast immer eine spannende Aufgabe  für unsere Teilnehmer. Die Kooperation zwischen Psychosozialer Arbeit, Betreutem Wohnen und dem Arbeitsbereich läuft optimal und gerade bei „nachgehender Sozialarbeit“, wie Fehlzeiten, Unpünktlichkeit, Rückfällen, Konflikten und Krisen können wir so schnell und effektiv reagieren.

Leider müssen wir in diesem Bewilligungszeitraum auf unsere drei MAE-Plätze aus Lichtenberg verzichten, doch gute Konzepte und qualitative Arbeit zahlen sich dennoch aus. Denn am 01. Februar 2012 starteten wir mit zwei „Maßnahmen für Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (AGH-MAE)“, besser bekannt als 1 €-Job, in den altbekannten Bezirken Tempelhof-Schöneberg (20 Plätze)  und Charlottenburg-Wilmersdorf (18 Plätze). Friedrichshain-Kreuzberg (15 Plätze) waren bereits im letzten Herbst bewilligt worden sowie Pankow mit einem Platz. Und so  freuen wir uns, dass wir bis zum Herbst/Winter 2012 garantiert insgesamt 54 Teilnehmern Beschäftigung und Arbeit geben können. Wir werden berichten!

 

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